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Rede von Prof. Wilhelm Solms
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Als ich noch Zigeuner war
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Es gibt ein Leben jenseits des Ghettos
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Der Musiksammler aus Kishinev
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Blogeröffnung
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Roma in Ungarn - Leben als Stigmatisierte
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Fragmente 1 - Satu Mare – Der Imbissladen
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Fragmente 2 - Hotel Hyatt und das Leben unter der Brücke
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Wer Schlechtes tut, dem Schlechtes geschieht
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Cokeres - Was machst Du
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Thema Allgemein


Dienstag, 23.3.2010, 18:25:40 Uhr

Es gibt ein Leben jenseits des Ghettos - von Monika Heitmann



Ein deutsch-bulgarisches Projekt holt Roma-Kinder in Varna aus dem tradierten Teufelskreis von Abschottung und Chancenlosigkeit. Von gesundem Essen über Museumsbesuche bis zur gemeinsamen Feier der bulgarischen Feste reichen die Angebote.


„Wir werden immer hinter dem Zaun geboren“, sagt Dimitar Atanassov, bulgarischer Schriftsteller und Rom, der in der Vorstadt von Varna (Bulgarien) lebt. Das Wort Rom bedeutet Mensch. Die Roma sind eine der größten Minderheiten in der Europäischen Union. Viele der ärmsten von ihnen leben weit östlich. In Bulgarien gibt es eine Million Roma, davon in Varna 30.000 bis 35.000.Von Letzteren leben 20.000 Menschen segregiert – von der Bevölkerungsmehrheit abgegrenzt – in vier Romani-Stadtvierteln. Das größte Viertel liegt in Fußnähe zur Innenstadt,hat 12.000 Bewohner(innen) und wird Makzuda genannt. Dort leben vorwiegend Roma, die sich als Türk(inn)en fühlen. Viele von ihnen sind stark marginalisiert. Seit 2005 führt das Bulgarisch-Deutsche Sozialwerk St. Andreas, bei dem die Stiftung Liebenau und die Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn Gründungsmitglieder sind, dort an der Schule „Otez Paisij“ das Bildungsprojekt „Step In“ durch. 20 jugendliche Roma im Alter von zwölf bis 16 Jahren nehmen teil. Projektziel ist eine sinkende Schulabbrecherquote.
Ein anderes Romani-Viertel liegt im Dorf Kamenar. Dort findet an der Schule „Dobri Vojnikov“ seit 2007 „Step In II“ statt. Widerstände in Bezug auf die Integration der Roma kommen sowohl vom ethnisch- bulgarischen Teil der Bevölkerung als auch vonseiten der Roma. Bei Ersteren handelt es sich um Einstellungen gegenüber Menschen, die man meist nicht persönlich kennt, sowie um taktisch-politische Widerstände oder Kauf von Wählerstimmen. Die Widerstände vonseiten der Roma rühren vor allem daher, dass sie sich in der Gruppe abkapseln. Zusammenfassend lässt sich sagen, all diese Faktoren führen zu einer „Geburt des Ghettos“.
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Dienstag, 6.10.2009, 17:08:58 Uhr

Fragmente 1 - von Helge Lindau


In der Serie „Fragmente“ möchte ich einige Episoden von meinen Reisen zu den Roma in Osteuropa erzählen. „Fragmente“ auch deswegen, da die Geschichten aus den Kontexten genommen wurden, um die Stimmung einer Situation zu vermitteln.

Satu Mare – Der Imbissladen
Die Bremsen des Zuges quietschten erneut und brachten ihn nun endgültig zum Stehen. Vor einer Stunde bin ich in Debrecen losgefahren und das geplante Ziel wäre eigentlich Zalău gewesen. Doch als ich mich bei der ungarischen Schaffnerin erkundigte, schien sie sich absolut nicht sicher zu sein, ob der Zug wirklich dort ankommen würde.
Nun standen wir an der ungarisch-rumänischen Grenze in der Nähe von Nyirábrány, einem kleinen Grenzdorf, und fast schien es, als würden die rumänischen Zollbeamten mit ihren umgehängten Kalaschnikows den Zug stürmen wollen.
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Dienstag, 6.10.2009, 16:23:52 Uhr

Roma in Ungarn - Leben als Stigmatisierte von Luise Veit


Wenn die stechende Hochsommerhitze über der Puszta steht und sich Monat und Geld dem Ende entgegen neigen, sind die staubigen Straßen von Nyirmiháldy meist menschenleer. Der Duft der Getreideernte strömt durch das ungarische Dorf. Doch der friedliche Schein trügt. Keine zwei Wochen zuvor spielten sich, auf den sandigen Straßen der Romaviertel, auf denen sich wieder Kinder in der Abendsonne tummeln, Szenen ab, die an die Nazi-Zeit erinnern. Eine Gruppe Ungarischer Gardisten, die besonders im Osten des Landes ihr Unwesen treibt, zog uniformiert mit schwarzen Kampfanzügen und mit "Heil Hitler" grüßend durch die Straßenzüge der Roma. Unterstützt durch den Applaus ungarischer Dorfbewohner, verbreitenden die Anhänger der vom Verfassungsschutz beobachteten Bewegung, Angst und Schrecken.

Sándor Lakatos, fünffacher Familienvater, berichtet: "Die Kinder saßen drei Tage in den Häusern und haben sich nicht raus getraut und geweint. Da mussten wir uns mit Mistgabeln und Stöcken bewaffnen". Sein weißes Hemd ist nur lose zugeknöpft und demonstriert zusammen mit seiner dunklen Brustbehaarung seine Männlichkeit und Stand als Familienoberhaupt. Der Mitte dreißig Jährige hält seine selbst gemachte Milchkanne stolz in der Hand. Seine Hände unterstreichen gestikulierend seine erschreckenden Berichte in aufbrausender Artikulation.

Der Rassismus gegen die schätzungsweise 500 000 Roma in Ungarn, die sich in der Mehrheit nicht anpassen, wohl aber integrieren wollen, ist allgegenwärtig. Fast überall herrscht eine ablehnende Haltung gegenüber den "dreckigen, stinkenden und klauenden Zigeunern". So auch in Nyirmiháldy, dem Heimatdorf der Lakatos, mit seinen 2100 Einwohnern und einem Romaanteil von 40%. Das ungarische Dorf befindet sich nahe der EU-Außengrenze zur Ukraine in einer wirtschaftlich schwachen Region. Hier wohnen die kinderreichen Großfamilien ausgegrenzt in eigenen Straßenzügen, auf sehr beengten Raum zusammen. Geschlafen wird in den Zweiraumhäusern zum Teil im Akkord.
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Dienstag, 18.12.2007, 18:24:48 Uhr

Als ich noch Zigeuner war


Eine Buchempfehlung von Helge Lindau

Der Büchermarkt wird überschwemmt von Potters; Genitiven die dann auch schon mal den Dativ töten, von weißen Negern, die sich dann als weiße Nebel entpuppen... Auch der Jakobsweg ist ganz schön ausgelatscht... Gespannt warten auch viele Leser auf das "Neue" von Dan Brown. (Obwohl ich die etwas unbekannteren Bücher des Hannoveraners Jörg Kastner wesentlich spannender finde.)
Nach soviel Literaturtrash, ist es an der Zeit, mal wieder ein gutes Buch zu empfehlen:

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Freitag, 14.12.2007, 20:29:36 Uhr

Blogeröffnung


Liebe Besucher von www.sozialfotografie.de,
ab nächster Woche werde ich hier in unregelmäßigen Abständen einige Texte zum Thema Sozialfotografie (Roma), Politik und gesellschhaftliche Missstände veröffentlichen.

Auch Sie können hier in diesem Blog Artikel veröffentlichen! Hierzu schicken Sie bitte Ihren Beitrag an: foto@helge-lindau.deVergessen Sie nicht eventuelle Quellenangaben oder Links anzugeben, da wir Urheberrechte nicht verletzen wollen.
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Wer Schlechtes tut, dem Schlechtes geschieht

Es gibt ein Leben jenseits des Ghettos

Rede von Prof. Wilhelm Solms

Fragmente 2 - Hotel Hyatt und das Leben unter der Brücke

Fragmente 1

Der Musiksammler aus Kishinev

Cokeres - Was machst Du

Schatten über Budapest

Roma in Ungarn - Leben als Stigmatisierte

Als ich noch Zigeuner war



Blogeröffnung


Gesamtverzeichnis
August 2010
März 2010
Oktober 2009
Dezember 2007


Von: Clemens Prinz
Kommentar:
es gibt inzwischen noch ein buch von tamás jónás auf deutsch: es trägt den titel fünfunddreißig und ist bei dem wiener verlag edition abrasch erschienen.
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Von: Fotowelt Ralf Thiele
Kommentar:
ihre seite ist eine offenbarung - großes kompliment - bei möglichen gegenbesuch meiner seite, bitte keinen gästebucheintrag. wollte wirklich nur meiner bewunderung ausdruck verleihen. einen lieben gruß. ihr ralf thiele
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