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Rede von Prof. Wilhelm Solms
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Als ich noch Zigeuner war
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Es gibt ein Leben jenseits des Ghettos
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Der Musiksammler aus Kishinev
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Blogeröffnung
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Roma in Ungarn - Leben als Stigmatisierte
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Fragmente 1 - Satu Mare – Der Imbissladen
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Fragmente 2 - Hotel Hyatt und das Leben unter der Brücke
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Wer Schlechtes tut, dem Schlechtes geschieht
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Cokeres - Was machst Du
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Thema Osteuropa


Freitag, 6.8.2010, 11:51:09 Uhr

Wer Schlechtes tut, dem Schlechtes geschieht - von Helge Lindau



Seit 20 Jahren ans Bett gefesselt

Schon seit Wochen macht eine Hitzewelle das Leben in der bulgarischen Touristenmetropole am Schwarzen Meer zu einer Herausforderung.

Im Zimmer der Varnaer Innenstadtwohnung steht die Luft trotz der geöffneten Balkontür. Petja A. (61) liegt auf dem Bett des aufgeräumten Zimmers und schaut auf die an der Wand hängenden Gobelins. Vor 30 Jahren, als sich Ihre Krankheit noch im Frühstadium befand, hatte sie noch die Kraft, viele dieser Stoffbilder zu sticken. Jetzt liegt sie schon seit 20 Jahren ans Bett gefesselt und kann nur mit Mühe schwerfällig Kopf und Hände bewegen. Petja A. hat MS. Multiple Sklerose ist eine andauernde Entzündung des zentralen Nervensystems, mit der man in westlichen Ländern - mit Einschränkungen - leben kann. Doch in Bulgarien, wo ein Gesundheitssystem für ärmere Menschen fast nicht existiert, kommt diese Krankheit einem Todesurteil gleich. Jedoch wird dieses Urteil nicht sofort vollstreckt, sondern ist schleichend und qualvoll.

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Dienstag, 6.10.2009, 17:25:15 Uhr

Rede von Prof. Wilhelm Solms


Die andere Seite. Fotografien von Helge Lindau
Zur Ausstellungseröffnung in der Universitäts-Bibliothek Marburg am 14. Januar 2009

Zeigen Fotos die Wahrheit? Kann sein, kann auch nicht sein. Wenn Sie verehrte Zuhörerinnen und Zuhörer, auf Reisen durch schöne Landschaften oder Städte Ihre Kamera zücken, wollen sie gewöhnlich nicht realistische, sondern schöne Bilder knipsen. Deshalb wählen Sie einen Ausschnitt, auf dem der Schornstein nicht zu sehen ist, oder Sie warten, bis das Auto vorbeigefahren ist.
Auf unserer Marburger Tagung „Antiziganismus heute“ von 2003 wurden auch zwei Foto-Reportagen vorgestellt. Auf den Fotos der „National Geographic“ sieht man heruntergekommene Roma, die in schmutzigen Baracken herumsitzen oder –liegen, auf den Fotos des „Playboy“ sieht man einen Rom, der mit Pferd und Wagen durch eine idyllische Landschaft fährt. Ob die Fotos die Roma böswillig verzerren oder romantisch verklären, sie sind von der objektiven und der subjektiven Wahrheit gleich weit entfernt. Einen ganz anderen Eindruck vermitteln die Fotografien von Helge Lindau.
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Dienstag, 6.10.2009, 17:08:58 Uhr

Fragmente 1 - von Helge Lindau


In der Serie „Fragmente“ möchte ich einige Episoden von meinen Reisen zu den Roma in Osteuropa erzählen. „Fragmente“ auch deswegen, da die Geschichten aus den Kontexten genommen wurden, um die Stimmung einer Situation zu vermitteln.

Satu Mare – Der Imbissladen
Die Bremsen des Zuges quietschten erneut und brachten ihn nun endgültig zum Stehen. Vor einer Stunde bin ich in Debrecen losgefahren und das geplante Ziel wäre eigentlich Zalău gewesen. Doch als ich mich bei der ungarischen Schaffnerin erkundigte, schien sie sich absolut nicht sicher zu sein, ob der Zug wirklich dort ankommen würde.
Nun standen wir an der ungarisch-rumänischen Grenze in der Nähe von Nyirábrány, einem kleinen Grenzdorf, und fast schien es, als würden die rumänischen Zollbeamten mit ihren umgehängten Kalaschnikows den Zug stürmen wollen.
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Dienstag, 6.10.2009, 16:50:57 Uhr

Cokeres - Was machst Du von Anna Georgiev



Keine Lagerfeuerromantik bei den Roma in Bulgarien
Die Bevölkerungsgruppe der Roma lebt in Europa größtenteils unter unzumutbaren sozialen und ökonomischen Bedingungen, die in unserem europäischen Sozialstaatsgefüge kaum vorstellbar sind. Mit Lagerfeuerromantik und dem Traum der ewigen Reise hat die Realität vieler Roma wenig zu tun. Stattdessen zeigt sich ein trostloses Bild vor allem in Osteuropa, das man fast nur erfassen kann, wenn man es mit eigenen Augen gesehen hat: Nicht nur wird der Mythos der Freiheit in Frage gestellt, sondern auch die eigene, westliche Toleranz.

Sofia


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Dienstag, 6.10.2009, 16:23:52 Uhr

Roma in Ungarn - Leben als Stigmatisierte von Luise Veit


Wenn die stechende Hochsommerhitze über der Puszta steht und sich Monat und Geld dem Ende entgegen neigen, sind die staubigen Straßen von Nyirmiháldy meist menschenleer. Der Duft der Getreideernte strömt durch das ungarische Dorf. Doch der friedliche Schein trügt. Keine zwei Wochen zuvor spielten sich, auf den sandigen Straßen der Romaviertel, auf denen sich wieder Kinder in der Abendsonne tummeln, Szenen ab, die an die Nazi-Zeit erinnern. Eine Gruppe Ungarischer Gardisten, die besonders im Osten des Landes ihr Unwesen treibt, zog uniformiert mit schwarzen Kampfanzügen und mit "Heil Hitler" grüßend durch die Straßenzüge der Roma. Unterstützt durch den Applaus ungarischer Dorfbewohner, verbreitenden die Anhänger der vom Verfassungsschutz beobachteten Bewegung, Angst und Schrecken.

Sándor Lakatos, fünffacher Familienvater, berichtet: "Die Kinder saßen drei Tage in den Häusern und haben sich nicht raus getraut und geweint. Da mussten wir uns mit Mistgabeln und Stöcken bewaffnen". Sein weißes Hemd ist nur lose zugeknöpft und demonstriert zusammen mit seiner dunklen Brustbehaarung seine Männlichkeit und Stand als Familienoberhaupt. Der Mitte dreißig Jährige hält seine selbst gemachte Milchkanne stolz in der Hand. Seine Hände unterstreichen gestikulierend seine erschreckenden Berichte in aufbrausender Artikulation.

Der Rassismus gegen die schätzungsweise 500 000 Roma in Ungarn, die sich in der Mehrheit nicht anpassen, wohl aber integrieren wollen, ist allgegenwärtig. Fast überall herrscht eine ablehnende Haltung gegenüber den "dreckigen, stinkenden und klauenden Zigeunern". So auch in Nyirmiháldy, dem Heimatdorf der Lakatos, mit seinen 2100 Einwohnern und einem Romaanteil von 40%. Das ungarische Dorf befindet sich nahe der EU-Außengrenze zur Ukraine in einer wirtschaftlich schwachen Region. Hier wohnen die kinderreichen Großfamilien ausgegrenzt in eigenen Straßenzügen, auf sehr beengten Raum zusammen. Geschlafen wird in den Zweiraumhäusern zum Teil im Akkord.
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Wer Schlechtes tut, dem Schlechtes geschieht

Es gibt ein Leben jenseits des Ghettos

Rede von Prof. Wilhelm Solms

Fragmente 2 - Hotel Hyatt und das Leben unter der Brücke

Fragmente 1

Der Musiksammler aus Kishinev

Cokeres - Was machst Du

Schatten über Budapest

Roma in Ungarn - Leben als Stigmatisierte

Als ich noch Zigeuner war



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März 2010
Oktober 2009
Dezember 2007


Von: Clemens Prinz
Kommentar:
es gibt inzwischen noch ein buch von tamás jónás auf deutsch: es trägt den titel fünfunddreißig und ist bei dem wiener verlag edition abrasch erschienen.
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Von: Fotowelt Ralf Thiele
Kommentar:
ihre seite ist eine offenbarung - großes kompliment - bei möglichen gegenbesuch meiner seite, bitte keinen gästebucheintrag. wollte wirklich nur meiner bewunderung ausdruck verleihen. einen lieben gruß. ihr ralf thiele
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