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Thema Varna Freitag, 6.8.2010, 11:51:09 Uhr
Seit 20 Jahren ans Bett gefesselt Schon seit Wochen macht eine Hitzewelle das Leben in der bulgarischen Touristenmetropole am Schwarzen Meer zu einer Herausforderung. Im Zimmer der Varnaer Innenstadtwohnung steht die Luft trotz der geöffneten Balkontür. Petja A. (61) liegt auf dem Bett des aufgeräumten Zimmers und schaut auf die an der Wand hängenden Gobelins. Vor 30 Jahren, als sich Ihre Krankheit noch im Frühstadium befand, hatte sie noch die Kraft, viele dieser Stoffbilder zu sticken. Jetzt liegt sie schon seit 20 Jahren ans Bett gefesselt und kann nur mit Mühe schwerfällig Kopf und Hände bewegen. Petja A. hat MS. Multiple Sklerose ist eine andauernde Entzündung des zentralen Nervensystems, mit der man in westlichen Ländern - mit Einschränkungen - leben kann. Doch in Bulgarien, wo ein Gesundheitssystem für ärmere Menschen fast nicht existiert, kommt diese Krankheit einem Todesurteil gleich. Jedoch wird dieses Urteil nicht sofort vollstreckt, sondern ist schleichend und qualvoll. Weiterlesen...
Dienstag, 23.3.2010, 18:25:40 Uhr
Ein deutsch-bulgarisches Projekt holt Roma-Kinder in Varna aus dem tradierten Teufelskreis von Abschottung und Chancenlosigkeit. Von gesundem Essen über Museumsbesuche bis zur gemeinsamen Feier der bulgarischen Feste reichen die Angebote. „Wir werden immer hinter dem Zaun geboren“, sagt Dimitar Atanassov, bulgarischer Schriftsteller und Rom, der in der Vorstadt von Varna (Bulgarien) lebt. Das Wort Rom bedeutet Mensch. Die Roma sind eine der größten Minderheiten in der Europäischen Union. Viele der ärmsten von ihnen leben weit östlich. In Bulgarien gibt es eine Million Roma, davon in Varna 30.000 bis 35.000.Von Letzteren leben 20.000 Menschen segregiert – von der Bevölkerungsmehrheit abgegrenzt – in vier Romani-Stadtvierteln. Das größte Viertel liegt in Fußnähe zur Innenstadt,hat 12.000 Bewohner(innen) und wird Makzuda genannt. Dort leben vorwiegend Roma, die sich als Türk(inn)en fühlen. Viele von ihnen sind stark marginalisiert. Seit 2005 führt das Bulgarisch-Deutsche Sozialwerk St. Andreas, bei dem die Stiftung Liebenau und die Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn Gründungsmitglieder sind, dort an der Schule „Otez Paisij“ das Bildungsprojekt „Step In“ durch. 20 jugendliche Roma im Alter von zwölf bis 16 Jahren nehmen teil. Projektziel ist eine sinkende Schulabbrecherquote. Ein anderes Romani-Viertel liegt im Dorf Kamenar. Dort findet an der Schule „Dobri Vojnikov“ seit 2007 „Step In II“ statt. Widerstände in Bezug auf die Integration der Roma kommen sowohl vom ethnisch- bulgarischen Teil der Bevölkerung als auch vonseiten der Roma. Bei Ersteren handelt es sich um Einstellungen gegenüber Menschen, die man meist nicht persönlich kennt, sowie um taktisch-politische Widerstände oder Kauf von Wählerstimmen. Die Widerstände vonseiten der Roma rühren vor allem daher, dass sie sich in der Gruppe abkapseln. Zusammenfassend lässt sich sagen, all diese Faktoren führen zu einer „Geburt des Ghettos“. Weiterlesen...
Dienstag, 6.10.2009, 16:50:57 Uhr
Keine Lagerfeuerromantik bei den Roma in Bulgarien
 Die Bevölkerungsgruppe der Roma lebt in Europa größtenteils unter unzumutbaren sozialen und ökonomischen Bedingungen, die in unserem europäischen Sozialstaatsgefüge kaum vorstellbar sind. Mit Lagerfeuerromantik und dem Traum der ewigen Reise hat die Realität vieler Roma wenig zu tun. Stattdessen zeigt sich ein trostloses Bild vor allem in Osteuropa, das man fast nur erfassen kann, wenn man es mit eigenen Augen gesehen hat: Nicht nur wird der Mythos der Freiheit in Frage gestellt, sondern auch die eigene, westliche Toleranz. Sofia Weiterlesen...
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Von: Clemens Prinz
Kommentar: es gibt inzwischen noch ein buch von tamás jónás auf deutsch: es trägt den titel fünfunddreißig und ist bei dem wiener verlag edition abrasch erschienen.
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Von: Fotowelt Ralf Thiele
Kommentar: ihre seite ist eine offenbarung - großes kompliment - bei möglichen gegenbesuch meiner seite, bitte keinen gästebucheintrag. wollte wirklich nur meiner bewunderung ausdruck verleihen. einen lieben gruß. ihr ralf thiele
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